Ablauf
Das Ziel von Rosetta ist die Daten ein oder mehrerer MPE/iX-Dateien
von einem Band, einer Image-Datei auf Band oder einem "STORE-to-Disk"
Archiv zu finden und die Daten in einer verwendbaren Form
auf dem lokalem (non-MPE) System wiederherzustellen. Die Parameter
für diesen Prozess sind: SOURCE, SELECTION, INPUT, TRANSFORM
und OUTPUT. Die Datensicherungsquelle (SOURCE) und Dateiauswahl
(SELECTION) kann nur einmal angegeben werden, aber die letzten
drei Parameter können auf einer pro Datei-Basis angewendet
werden.
SOURCE - Der SOURCE-Parameter beschreibt von wo die MPE/iX
Dateien geholt werden sollen. Typischerweise wird hier ein
physikalisches Laufwerk angegeben vom Typ "TAPE"
oder der Ort an dem eine oder mehrere Plattendateien liegen
die ein Band-Image oder ein "STORE to DISK" Archiv
beinhalten. Diese Quelle stellt die Menge der gesicherten
MPE/iX Dateien zur Verfügung.
SELECTION - Der SELECTION Parameter zeigt an welche der verfügbaren
Dateien der Anwender aus der Quelle extrahieren und wiederherstellen
will. Es bestehen zwei Wege um Dateien auszuwählen. Entweder
der Anwender hat Zugriff auf das Verzeichnis der in der Quelle
zur Verfügung stehenden Dateien (in diesem Fall ist es
möglich dem Anwender eine hierarchische Ansicht des Verzeichnis-Baumes
zu präsentieren und der Anwender kann Dateien aus den
Verzeichnissen und Unterverzeichnissen wählen) oder der
Anwender stellt eine Datei-Liste im MPE/iX-Stil zusammen,
welche vom Band gelesen werden soll.
INPUT - Der INPUT Parameter bezieht sich auf eine bestimmte
Datei und beschreibt die Struktur der Datensätze in dieser
Datei. Einige Dateitypen (wie Image, SD) bringen ihre eigenen
Metadaten mit sich und Textdateien können einfach mit
den vorgegebenen Grundeinstellungen behandelt werden. Dateitypen
wie Binary, ASCII fixed record length Dateien und KSAM Dateien
haben keinen kompletten Beschreibungssatz an Metadaten dabei,
daher müssen INPUT Spezifikationen bereitgestellt werden,
die die Datenfelder in den Datensätzen beschreiben, ihre
Startposition, die Länge und den Datentyp.
TRANSFORM - Die TRANSFORM Spezifikation ruft optionale Daten-
und Metadaten-Transformations-Schichten in der Backend- Processing-Pipeline
auf. Diese optionale Spezifikation erlaubt z. B. die Konvertierung
von Datenfeldern eines Typs und Anordung in einen anderen
Typ mit anderer Anordung, usw..
OUTPUT - Mit der OUTPUT Spezifikation bestimmt der Anwender
in welche Form die Daten, die er aus der Quelle zurückerhalten
hat, abgelegt werden soll. Ob die Standard-Einstellung verwendet
werden soll (Ausgabe von Textdateien als Standard Textdatei
für die entsprechende Plattform) oder komplexere Vorgänge
wie, das Eintragen von Feldern in eine Eloquence Datenbank
Tabelle, das Erstellen eine XML-Datei, das Erstellen einer
Comma Separated Values (CSV) Datei und weiteren.
Command Line Interface (CLI)
Das Command Line "Restore" (Rosetta Restore) Interface
ist die bevorzugte Methode um die oben beschriebenen Funktionalitäten
von Rosetta aufzurufen. Für einfach Vorgänge (Produkt-Präsentationen,
Tutorien aus dem Handbuch, erste Schritte etc.) deckt das
CLI die Anforderungen des Anwenders ab. Für komplexere
Vorgänge (Wiederherstellung hunderter Dateien und Datasets
mit expliziten Metadaten-Beschreibungen und Output-Spezifikation
möglicherweise pro Datei) bietet sich das CLI zusammen
mit dem Windows GUI zur Verwendung an. Das GUI stellt eine
einfachen Weg für die detailierte Dateiauswahl und die
Ablaufspezifikationen zur Verfügung. Die daraus resultierende
Konfiguration kann auf dem Server gesichert werden und wiederholt
vom CLI aufgerufen werden ohne über den Windows GUI erneut
eingestellt werden zu müssen.
Der Anwender benennt auf dem System eine Quelle (SOURCE)
von welcher die rohen MPE/iX Dateien extrahiert werden können.
Der ausgewählte Satz Dateien (SELECTION) wird extrahiert
und bearbeitet. Ein Satz von "INPUT"-Spezifikationen
für jede Datei (oder Klasse von Dateien) wird angewendet,
der Datentypen und Datensatzformate für nicht selbstbeschreibende
Dateien definiert und von selbstbeschreibenden Datentypen
(wie IMAGE) überschreiben kann. Und ein Satz von "TRANSFORM"
und "OUTPUT" Spezifikationen die darlegen was mit
den extrahierten Daten zu geschehen hat.
Wir haben versucht die zu meist angewendeten Einstellungen
für die unspezifizierten Optionen als Grundeinstellung
zu konfigurieren, dies minimiert den Konfigurationsaufwand
des Anwenders wann immer er Rosetta verwendet. Die Grundeinstellungen
können in der Konfigurationsdatei gewählt und geändert
werden oder durch das Setzen von Umgebungsvariablen vorgegeben
werden.
Das CLI wird mit der Option -g gestartete, damit eine Client-Anbindung
auf einer speziellen TCP Port Adresse oder einem Servicenamen
abhören soll. Für die Client-Anbindung kann ein
Passwort angegeben werden.
Die Option -w (wait) kann gewählt werden um das Programm
in einen Wartezustand für eine Client-Anbindung zu setzen
bevor der Ablauf beginnt. Dieses erlaubt dem Client das interaktive
Wählen der Betriebsparameter, die Kontrolle und das Anzeigen
des Ablaufs vom "Restore"-Prozeß.
Für weitere Informationen, einer Testversion oder einem
Angebot stehen wir Ihnen unter sales@orbitsw.de
oder Telefon +49 (0)30 / 859 884-0 zur Verfügung.
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